Workshop mit allen Gemeindebürgern in der Schule - Erste Entwürfe in Kleingruppen besprochen

Am vergangenen Dienstag fand unser Arbeitstreffen mit Interessierten und Anwohnern zur Umgestaltung der Bamberger Straße statt. Konkret ging es darum, die ersten Entwürfe des Büros Stadt & Land zu erörtern. Ziel der Zusammenkunft war für uns, ein Stimmungsbild zu dem erarbeiteten Grundkonzept einzuholen. Die Entwürfe waren das Ergebnis von zwei Workshops des Gemeinderates sowie zwei Dorfsparziergängen mit der Bürgerschaft, die in den vergangenen Monaten stattgefunden hatten. Der Dialog und die gemeinsame Entwicklung eines Konzepts sind dem Gemeinderat und mir sehr wichtig. Es ist unsere Ortsdurchfahrt. Diese wollen wir gemeinsam gestalten. Unser Stadtplaner Matthias Rühl führte den Anwesenden zunächst den Stand der Planungen vor. Er betonte: Die Bamberger Straße habe, im Gegensatz zur Neustädter Straße, einen beachtlichen historischen Kontext. Das Areal um das ehemalige Wasserschloss („Schäfer Areal“) und die Diespecker St. Johannes Kirche wurden durch die Bamberger Straße miteinander verbunden. Diese Bedeutung gelte es städtebaulich herauszuarbeiten. Außerdem sei es Ziel, den Anteil des dortigen Durchfahrtsverkehrs zu verringern und die Aufenthaltsqualität durch Begrünung und Raum für Begegnung zu verbessern. Schließlich seien ausreichende Parkflächen wichtig für die Anwohnerschaft. Sodann fanden sich die Anwesenden in Gruppen zusammen und diskutieren die vorgestellten Entwürfe. Aufgeteilt wurde die Bamberger Straße dabei in drei Abschnitte: „Nördliche Bamberger“, „südliche Bamberger“ sowie „Kreuzungsbereich Bamberger/Dettendorfer Straße“. Nach 30 Minuten wechselten die Teilnehmer, um sich, in neu gebildeten Gesprächsrunden, den weiteren Abschnittsentwürfen anzunehmen. Und das waren wesentliche Ergebnisse: Ein geplantes „Baum-Tor“, also eine mittels Bäumen erzwungene Straßenverengung auf 3,50 Meter, soll maßgeblich zur Verkehrsberuhigung beitragen. Kleine „Aufenthaltsräume“ vor kulturellen oder gastronomischen Anziehungspunkten soll entstehen (u.a. anderem durch „Grün“, Pflasterflächen und Sitzmöglichkeiten). Eine Begrünung der Maueranlage unterhalb des Kirchbergs soll erfolgen, der Brunnen an der Dettendorfer Straße soll erhalten bleiben und der Spagat zwischen mehr Lebensqualität und einer ausreichenden Anzahl an Parkplätzen soll gelingen. Die Integration eines kleinen Marktes im Bereich Rathausplatz/südliche Bamberger wäre wünschenswert. Genauso eine städtebauliche Aufwertung zwischen Birkenhof und „Anwesen Schad“. Eher ablehnend äußerten sich die Anwesenden hingegen zur Idee des Planers, die Dettendorfer Straße zu einer Einbahnstraße umzuwidmen, um auf diese Weise mehr Parkplätze und einen erhöhten Platz vor der Metzgerei Geißdörfer generieren zu können. Vielmehr solle dort eine Aufwertung im Bestand erfolgen und ein Begegnungsverkehr weiterhin möglich sein. Wichtig ist: Wir sind noch vollends in der Ideenfindungsphase. Mit jeder weiteren Runde soll vielmehr eine Präzisierung des Sanierungskonzepts gelingen. Ich freue mich jedenfalls auf Tag, da auch die Bamberger Straße in „neuen Gewand“ daherkommt. Gut 20 Jahre nach der Umgehung schlagen wir nun das letzte Kapitel der Ortsentwicklung auf. Spannend!


Diespeck Bürgerbeteiligung zur Bamberger Straße 24 05 2022
.pdf
Download PDF • 4.26MB

89 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen